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Zitat der Woche – Walter Eucken

Mai 1, 2013

„Der Geist der Freiheit hat die Industrialisierung schaffen helfen – und diese Industrialisierung ist zu einer schweren Bedrohung der Freiheit geworden.“ von Walter Eucken

 

Walter Eucken gilt als einer der brillantesten deutschen Ökonomen. Er begründete die sogenannte Freiburger Schule, die als Vorlage der Konzeption des Ordoliberalismus als deutscher Variation des Neoliberalismus diente. Zentraler Bestandteil ist hier die Erkenntnis, dass es des maßvollen Eingriffes des Staates bedarf, um der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit ein menschenwürdiges Dasein und Wohlstand zu ermöglichen. Der Wettbewerb ist zwar der bedeutende Anteil in der erfolgreichen Ökonomie, jedoch benötigt man eine staatliche Lenkung der Wettbewerbsordnung um diese selbst erhalten zu können. Eucken ging davon aus, dass ein freier Markt durch Monopol- und Kartellbildung zu seiner eigenen Demontage führt. Der Staat muss also durch die Garantie der Marktwirtschaft für Transparenz, freien Marktzugang und dem funktionierenden Wettbewerb die gesellschaftliche Ordnung gewährleisten.

 

Zurecht erkennt er, wie in dem Zitat deutlich wird, dass die Freiheit zu Wohlstand und Fortschritt führt. Zugleich erkennt er jedoch auch, dass dies zu einem Ungleichgewicht im Macht- und Gesellschaftsgefüge führen kann, sodass die Grundlage für den Wohlstand in Gefahr gerät. Die revolution frisst ihre Kinder! Diese Erkenntnis ist dem Neoliberalismus eigen. In der Diskussion um Finanzkrisen und Raubtierkapitalismus geriet diese Strömung des Liberalismus zu unrecht in Diskreditierung. Das zentrale Element dieser Weltanschauung wurde dem Neoliberalismus abgesprochen und er wurde mit der laissez-fairen Ausprägung des klassischen Liberalismus gleichgesetzt, gewissermaßen sogar als Wiedergeburt dessen verstanden. An diesem Punkt sollte gerade an Ökonomen wie Walter Eucken, Franz Böhm oder aber auch Wilhelm Röpke erinnert werden, die das Fundament der Sozialen Marktwirtschaft entworfen haben.

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