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FDP sorgt für Überraschung

Januar 20, 2013

Die Landtagswahl in Niedersachsen gilt als wichtiger Stimmungstest für die anstehende Stimmabgabe für den Bundestag. Vor allen für den Parteichef der FDP, Philipp Rösler, wurde das Ergebnis im Vorfeld zum Damoklesschwert erhoben. Einhellige Meinung war mehr als eindeutig, dass der gebürtige Vietnamese sein Hut hätte nehmen müssen, hätten die Liberalen den Einzug verpasst. Selbst der Sprung über die 5%-Hürde wurde nicht zum positiven Votum erhoben. Doch nun scheint die FDP in den ersten Prognosen an die zweistellige Marke heranzureichen.

Kann aber Herr Rösler diesen Triumph für sich beanspruchen? Wohl kaum, hat man doch kräftig Schützenhilfe vom Seniorpartner bekommen. Selbst Spitzenkandidat McAllister von der CDU monierte Anfang Januar über die Vergabe der Zweitstimme zugunsten der FDP. Auch viele Sympathisanten der Christdemokraten dürften schweren Herzens ein taktisches Kreuz für das strategische Ziel des bürgerlichen Wahlsieges gemacht haben. Die endgültige Rettung für Rösler ist das in liberalen Kreisen damit wohl noch nicht. Gelingt es ihm jedoch, das Ergebnis für sich zu reklamieren, dürfte seine Position in der Partei gefestigt werden. Ein geschlossen liberales Lager wird sehr wahrscheinlich auch zu einer stabilisierenden Wirkung auf Bundesebene führen. Der nicht so kleine Stimmenbonus durch die CDU wird jedoch aufgebraucht sein.

Wohl und Wehe der Liberaldemokraten bleibt damit an die Geschicke des bisher eher glücklosen Rösler gebunden.

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From → Politik

4 Kommentare
  1. Frau Merkel hat die Option Schwarz/Gelb schon längst aufgegeben. Es gibt nur noch 2 mögliche Gruppierungen für die CDU Schwarz/Rot oder Schwarz/Grün. Das sieht man daran, wie freundlich die Parteien miteinander umgehen. Alle wollen das Gleiche – an die Macht kommen oder an der Macht bleiben. Inhalte und Wählerwile spielen dabei weiter keine Rolle mehr.

    • Ich glaube nicht, dass sie diese Position aufgegeben hat. Ansonsten sähe der Umgang deutlich anders aus. Vielmehr denke ich, dass man darauf setzt, dass die FDP in den Bundestag einzieht. Mcht sie das nicht, wird es eine rot-grüne Mehrheit geben. Gelingt der Sprung, wird Merkel diese Koalition wieder eingehen, insofern es von den Stimmen her reicht. Ist das nicht der Fall, verhindert der Einzug der Linken eine Wiederholung des niedersächsischen Ergebnis und man wird zur Großen Koalition gezwungen sein. Bis dahin wird es ein Lagerwahlkampf bleiben.

      An die macht kommen und dort bleiben ist die zentrale Voraussetzung um den Wählerwillen und seine Inhalte umsetzten zu können. Da muss man in der Betrachtung realistisch bleiben, auch wenn der Begriff Macht negativ konnotiert und daher stigmatisiert ist.

  2. Rösler hat es aber nicht wirklich geschafft, diesen „Erfolg“ auf sich zu münzen.

    Dass er noch Parteivorsitzender ist, ist doch einzig der Tatsache geschuldet, dass so kurz vor der Wahl ein neuerliches Postengeschacher, sowohl in der FDP als auch daraus resultierend auf der Regierungsbank, den endgültigen Todesstoß für die FDP bedeutet hätte.

    WIe auch immer die Bundestagswahl ausgehen wird, danach wird er seinen Hut nehmen (müssen).

    • Rösler hat es allerdings in dem medialen Umfeld sehr schwer. Einerseits wirkt die Leihstimmendebatte ungünstig und erlaubt keinen Zuspruch, andererseits wird jedwede Berichterstattung über die FDP gegen Rösler ausgelegt (und Informationen reduziert). Er selbst unterstützt das durch regelrechtes Rumgeeier.
      Bis zur Wahl dauert es allerdings noch gut ein halbes Jahr, in dem sich viel ereignen kann.

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