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Solarenergie – Die Krise für die Energiewende

Februar 23, 2012

Der schnelle Ausstieg aus der Kernenergie scheint der umweltethische Erfolg schlechthin, bedeutet doch jedes Atomkraftwerk nicht nur ein beständiges Risiko für Kernschmelzen, sondern auch die Entsorgungsproblematik für die radioaktiven Abfälle, die vermutlich auch die Menschheitsgeschichte überleben werden. Bereits im Jahr 2000 wurden daher enorme Anreize für den Ausbau alternativer Energiequellen geschaffen. Namentlich handelt es sich um das Erneuerbare-Energien-Gesetz, dass unter anderem die Einspeisung von Strom aus Photovoltaikanlagen zu einem Mindestpreis garantiert. Eine Subvention, die einen Wert von hohen zweistelligen Milliardenbeträge bis 2020 haben soll. Das DIW-Institut geht von etwa 55 Milliarden Euro aus. Der Anteil an der Stromerzeugung dürfte jedoch gerade einmal bei 3% liegen. Dazu kommt natürlich noch der Wettbewerbsnachteil für den Wirtschaftsstandort Deutschland durch staatlich hochgehaltene Energiekosten.

Folglich ist ein genauerer Blick auf auf Nutzen der Solarenergie von Interesse. Zunächst also die Frage nach dem Nutzen für die Umwelt. Vorerst erscheint es logisch. Die Sonne scheint ohnehin und es fallen keine direkten Abfälle an, bis die Solarzellen entsorgt werden müssen. Aus was bestehen aber solche? Um eine Solarzelle zu bauen werden sogenannte Wafer benötigt. Das sind im Prinzip kleine Scheiben. Hierbei werden diverse chemische Stoffe benötigt, die hochgiftig sind. Vor allen die Reinigung von Silizium, dass für Solarzellen gebraucht wird, bedarf solcher Chemikalien. Dazu kommt ein enormer Energieaufwand.

Um zu berechnen, ab wann die eingesetzte Energie wieder erwirtschaftet wird, also im Prinzip der Status Quo besteht, wird die Amortisationzeit berechnet. Je nach Standort und Art der Solaranlage kann man schon von einer Dauer über drei bis fünf Jahre annehmen. Um nun das Verhältnis von aufgewendeter Energie und Nutzenergie innerhalb der Lebensdauer einer Energiequelle zu messen, gibt es den Erntefaktor. Der bewegt sich bei 5 bis 7 für monokristalline Anlagen, 6 – 14 für polykristalline Anlagen und bis zu etwa 20 bei Dünnschichtanlagen. Im Vergleich dazu erwirtschaftet zum Beispiel ein Kohlekraftwerk einen Energiefaktor von über 100, ein Kernkraftwerk sogar teilweise bis zu 200. Allerdings fehlen hier die Brennmaterialien. Diese reduzieren dann den Erntefaktor auf unter 80 beziehungsweise 100. Immer noch ein deutlich höherer Wert als bei Photovoltaikanlagen.

Zusammenfassend muss man festhalten, dass Solarenergie nicht nur den Wettbewerb für die Bundesrepublik verzerrt, sondern auch bei weitem der Effizienz hinterherhinkt. Der unendlich erscheinende Vorrat an Sonne ist der einzig überzeugende Aspekt.

Das führt zu der Schlussfolgerung, dass die Solarbranche zu viele Ressourcen bindet. Staatliche Subventionen müssen in andere Alternativenergien investiert werden. Einige Stichworte könnten Kernfusion, Wasserkraft oder Biomasse sein.

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From → Umwelt, Wirtschaft

One Comment
  1. Atomkraft, nein danke? Vielleicht doch eher, ja bitte!

    Hier nur zwei Links als Anregung:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/auch_das_noch_die_mini_kernreaktoren_kommen/

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/auch_das_noch_die_mini_kernreaktoren_kommen_teil_2/

    viel Spass beim Lesen.

    Die Polizeieinsätze und Sicherheitskräfte bei Atommülltransporten und Anlagensicherung wäre übrigens einsparbar, wenn weniger German-Angst Aktivisten diesen Planeten bevölkern würden.

    Die gefühlte Gefährlichkeit der AKWs steht auch eine statistische, tatsächliche Gefährlichkeit gegenüber. Denn trotz grüner Hysterie sind an dem Reaktorproblem in Fukushima (genauer an den Folgen der Radioaktivität) genau wie viele Menschen gestorben? Eben. Und das obwohl irgendein japanischer Vollkoffer das Kraftwerk direkt ans Meer gebaut hat. Übrigens ein Kraftwerk, dass technologisch bei weitem nicht mit Tschernobyl vergleichbar ist. Genau so wenig vergleichbar wie sicherheitstechnisch mit einem deutschen AKW. Aber das nur nebenbei.

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