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Die Riester-Rente auf der Anklagebank!

Januar 21, 2012

Längst hat es sich herumgesprochen, Riester-Rente ist ein Reinfall. Im Rundfunk und den Printmedien häufen sich die negativen Berichte über die einst hoch gelobte Möglichkeit der Altersvorsorge. Unlängst verwies das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) niedrige Renditen und zu hohe Verwaltungskosten. Zudem sollen die Versicherer mit überproportionalen Lebenserwartungen die Auszahlungen kleinrechnen. Um den Ruf von Riester ist es also nicht sonderlich gut bestellt. Die positiven Aspekte werden bei der Debatte jedoch oft unzureichend erwähnt. Zur Verteidigung möchte ich an dieser Stelle einige Aspekte erwähnen, die man doch überdenken sollte, obgleich hier kein flammendes Plädoyer vorgelegt werden soll.

Das wesentlich positive Merkmal der Riester-Rente ist wohl der garantierte Auszahlungsbeitrag. Das sind zunächst die eingezahlten Beträge sowie der erwirtschaftete Gewinn durch die Investitionen des Versicherers. Hier ist insbesondere auf die Todesfallregelung zu achten. Das heißt, dass übriges Kapital den Erben zufließen kann. Nach medialer Darstellung sollte man zwar möglichst alt werden, um in den Genuss von Gewinn zu kommen, stirbt man jedoch vor Auszehrung des Kapitalstocks, kann der Erbe partizipieren. Allerdings kann es sein, dass anteilig staatliche Zuschüsse zurückgezahlt werden müssen. Aber es gilt, sich hier vorher über diese Regelungen zu erkundigen!

Der zweitwichtigste Punkt stellt für mich die Regelung dar, dass die Einzahlungsbeträge stillgelegt werden können. Bei großen finanziellen Sorgen, wie sie durch Arbeitslosigkeit entstehen können, kann das durchaus von immenser Bedeutung sein. Darüber hinaus kann die Sparsumme aus der Riester-Vorsorge nicht angegriffen werden. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Als Arbeitslosengeldempfänger ist man zulageberechtigt. Eine private Vorsorge, zum Beispiel mit einer Kapitallebensversicherung, wird als Vermögen angerechnet und beeinflusst den Bezugssatz.

Des Weiteren sollte berücksichtigt werden, in wie weit man die Riester-Rente auflösen kann, sprich sich am Kapital vor dem vereinbarten Rentenalter bedienen. Hier droht oft die Rückzahlung der staatlichen Förderung. An und für sich sehr ärgerlich, dennoch konnte mit dieser Summe Zinsen und auch Zinseszinsen erwirtschaftet werden. Meistens wird zusätzlich noch ein Entgelt des Versicherers für die Vertragskündigung erhoben.

Zusammenfassend bleibt der Ratschlag für diejenigen, die sich für die Riester-Rente interessieren, sich über folgende Punkte genau Gedanken zu machen und Informationen einzuholen:

  • Was geschieht bei finanziellen Notstand und Arbeitslosigkeit?
  • Welche Auswirkungen hat der Tod vor aber auch nach dem Rentenauszahlungsbeginn?
  • Welche Beträge sind garantiert?
  • Wie hoch sind die Kosten, insbesondere für die Verwaltung?

Ich bin kein Versicherungskaufmann oder ähnliches und kann daher keine Garantien für meine Darstellungen übernehmen. Sie sind ohnehin nur als Anregungen gedacht, sodass man sich zielorientierter informieren kann.

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From → Wirtschaft

One Comment
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